mit einer Weltkarte bemalte Hände vor wolkigem Himmel
Bild: Pixabay/stocpic
mit einer Weltkarte bemalte Hände vor wolkigem Himmel
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Charité Global Health

  • ist die zentrale Anlaufstelle für Global Health-Fragen an der Charité für Interessierte aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft
  • ermöglicht Global Health interessierten Charité-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Ideen- und Erfahrungsaustausch und unterstützt sie bei der Einwerbung einschlägiger Drittmittel sowie der Projektdurchführung und –Kommunikation
  • dient als Koordinations-, Kommunikations – und Dienstleistungsplattform rund um das Thema Global Health an der Charité

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Warum Global Health an der Charité?

Global Health - was ist das eigentlich?

Viele Herausforderungen und Aspekte von Krankheit und Gesundheit kennen keine Ländergrenzen; sie finden gleichermaßen lokal wie global statt: Neue Infektionen und multiresistente Erreger, überlastete Gesundheitssysteme durch die weltweite Zunahme chronischer Erkrankungen, aber auch Veränderungen in Gesellschaft (Urbanisierung, bewaffnete Konflikte, Flucht und Migration) und Umwelt (Klimawandel) haben massive Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen weltweit. Während die biomedizinische Forschung große Fortschritte macht, hat außerdem noch immer etwa die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsleistungen. Der technologische Fortschritt eröffnet aber auch neue Chancen, diese Herausforderungen zu meistern.

Mit solchen und ähnlichen transnationalen Gesundheitsproblemen, -determinanten, und -lösungen beschäftigt sich in Lehre, Forschung und Krankenversorgung die interdisziplinäre Fachrichtung Global Health. Global Health schließt sowohl bevölkerungsbezogene Prävention als auch individuelle Gesundheitsversorgung durch die Behandlung von Krankheiten ein.

Wenn im Rahmen internationaler Kooperation neue telemedizinische Ansätze entwickelt werden, angehende Ärztinnen und Ärzte in ressourcenarmen Umgebungen lernen, wie Patientenbehandlung ohne Hightech-Medizin funktioniert, oder wenn Gesundheitssysteme im globalen Süden künftig besser auf den Ausbruch von Epidemien vorbereitet sind, hilft das auch den Patientinnen und Patienten in Berlin und Umgebung. Mit anderen Worten: Global Health spielt sich also nicht ausschließlich in den Ländern des globalen Südens ab, sondern hat auch eine wichtige lokale Dimension.

Wodurch zeichnet sich Global Health an der Charité aus?

Global Health an der Charité

  • setzt sich gemäß den Werten der Charité Fürsorglichkeit, Wissenschaftlichkeit, Verantwortung, Unternehmertum und Respekt für die Verbesserung globaler Gesundheit und für gesundheitliche Chancengleichheit weltweit ein;
  • verbindet Ärzte, Forschende, Studierende, Pflegende und Verwaltungsangestellte aller an der Charité vertretenen Fachrichtungen;
  • zeichnet sich durch wissenschaftliche und klinische Exzellenz in einer einzigartigen Breite aus;
    beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit biomedizinischen und klinisch orientierten, aber auch bevölkerungsbezogenen Fragestellungen;
  • erfolgt vornehmlich in Lehre, Forschung, Krankenversorgung, Kapazitätsaufbau und politischer Arbeit;
  • bietet Schlüsselpersonen aus der Politik wissenschaftliche Beratung zu Fragen lokaler und globaler Gesundheit und deren Interdependenz;
  • bedeutet gelebte Kooperation auf Augenhöhe mit nationalen und internationalen Partnereinrichtungen, insbesondere auch im globalen Süden;
  • trägt mit eigener Expertise und durch internationale, interdisziplinäre und transsektorale Kooperation zur Lösung globaler Herausforderungen bei;
  • hat mit dem etablierten World Health Summit eine international sichtbare Plattform, auf der sich Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft austauschen können.
     

Welche Themen werden an der Charité im Bereich Global Health bearbeitet?

Kompetenzen und Aktivitäten in Global Health finden sich an zahlreichen Einrichtungen der Charité wieder. Zu den Themen, die derzeit und künftig bearbeitet werden, gehören unter anderem:

  • Infektionskrankheiten, nicht-übertragbare Krankheiten (NCDs), psychiatrische Erkrankungen, Chirurgie, Mutter- und Kind-Gesundheit, Innere Medizin
  • Virusdiagnostik, Patientensicherheit, Hygiene und die Zusammenhänge zwischen Gesundheit, Tiergesundheit, und Ökosystemen (one health, planetary health)
  • Bekämpfung chronischer Erkrankungen weltweit durch verbesserte Diagnostik, Therapie, Prävention und Krankheitsmanagement
  • Verbesserung der Behandlung psychischer Erkrankungen weltweit und interkulturelle Aspekte psychischer Gesundheit und Krankheit
  • Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen und Migranten
  • Verankerung von Global Health im medizinischen Curriculum und ergänzende Angebote in der Lehre
  • Kapazitätsaufbau im und Erfahrungsaustausch mit dem globalen Süden durch Universitäts- und Klinikpartnerschaften
  • Gezielter Auf- und Ausbau von Aktivitäten mit Organisationen und Personen im Globalen Süden, insbesondere in Afrika, Südamerika und Asien
  • Unterstützung des Joint Global Action Plan der World Health Organization (WHO) bei der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele / Sustainable Development Goals (SDGs)