WPE_2258_460x337.jpg

Aktuelles

01.10.2018

Ebola im Kongo

Zurück zur Übersicht

Sie befinden sich hier:

Institut für Tropenmedizin unterstützt Preparedness im angrenzenden Ruanda

Ebola-Übung in Ruanda
Foto: Institut für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit
Ebola-Übung in Ruanda Foto: Institut für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit

Das Institut für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit bildet im Rahmen einer langjährigen Klinikpartnerschaft Trainer für die Bekämpfung von Ebolafieber in Ruanda aus.

Ein erneuter Ausbruch von Ebolafieber im Nordosten der demokratischen Republik Kongo (DRC) wird seit August dieses Jahres von den lokalen Behörden, der WHO und NGOs bekämpft. Die Provinz grenzt an Ruanda an. Dort unterhält das Institut für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (ITMIG) seit einem Jahrzehnt eine Partnerschaft mit der lokalen Universitätsklinik. Bereits vor dem aktuellen Ausbruch haben ITMIG-Mitarbeiter und die EFFO-Projektgruppe des Robert-Koch Instituts (RKI) begonnen, Trainer für die Bekämpfung von Ebolafieber auszubilden. Ende September waren ITMIG und RKI in der ruandischen Grenzstadt Gisenyi, nahe Goma, tätig, um die Bildung eines lokalen „Rapid Response Teams“ zu unterstützen und die Gesundheitsbehörden zu beraten. Dr. Maximillian Gertler vom ITMIG, der bereits beim Ebolafieber-Ausbruch 2014 in Westafrika tätig war: „Bisher ist das Epidemiezentrum 200 km entfernt. Allerdings gibt es zwischen Goma (DRC) und Gisenyi (Ruanda) täglich 40.000 Grenzübertritte. Trotz Screenings an der Grenze besteht ein konkretes Einschleppungsrisiko. Besonders gefährdet ist das medizinische Personal, was zum Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung führen kann. Daher haben wir nicht nur im Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung geschult, sondern auch in der Identifikation, Isolierung und Transport von Verdachtsfällen.“ Das ruandische Gesundheitsministerium plant nun mit ITMIG und RKI eine Ausweitung der Trainingsmaßnahmen auf die nationale Ebene und die Einrichtung einer temporären Isoliereinheit. Der kommissarische Leiter des ITMIG, Prof. Dr. med. Frank Mockenhaupt dazu: „Unsere Partner in Ruanda sehen sich seit Jahren dem Risiko einer Einschleppung von Ebola gegenüber. Die zusammen mit dem RKI durchgeführten Trainingsmaßnahmen fallen nun in eine sehr akute Gefährdungssituation. Aufgrund der bestehenden Hochschulklinikpartnerschaft sind unsere Trainings-Aktivitäten schnell und reibungsarm umsetzbar. Das EFFO-Projekt des RKI und die Expertise des ITMIG bei der Eindämmung lokaler Ausbrüche ergänzen sich hier bestens. Dies ist ein gutes Beispiel für den Zweck und die Wirksamkeit unserer Präsenz in Ruanda und im „Globalen Süden“ und unterstreicht den direkten Nutzen von Global Health Aktivitäten an der Charité.

Kontakt

Prof. Dr. Frank Mockenhaupt

Komm. Direktor des Instituts für Tropenmedizin und Internationale GesundheitCharité - Universitätsmedizin BerlinBerlin

Postadresse:Berlin



Zurück zur Übersicht