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20.01.2020

Doktorandenprogramm in der Parasitenforschung ausgezeichnet

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Auszeichnung als "Einstein Doctoral Programme"

Die Einstein Stiftung hat die Berlin School of Economics und das Graduiertenkolleg „Parasiteninfektionen: Von experimentellen Modellen zu natürlichen Systemen“ als „Einstein Doctoral Programme“ ausgezeichnet. Beide Doktorandenprogramme überzeugten durch die besondere Reichweite ihrer Forschungsfragen und das hervorragende Ausbildungsangebot. Die Preisträgerinnen und Preisträger aus den Lebenswissenschaften tragen wertvolle Erkenntnisse unter anderem zur Medikamenten- und Impfstoffentwicklung bei. Das Preisgeld beträgt jeweils 300.000 Euro, verteilt auf drei Jahre.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DFG-Graduiertenkollegs „Parasiteninfektionen“ beschäftigen sich mit global verbreiteten Parasiteninfektionen, die aufgrund zunehmender Medikamentenresistenzen, der globalen Erderwärmung und steigender Fernreiseaktivitäten eine große medizinische und veterinärmedizinische Herausforderung darstellen. Anhand von vier wichtigen Parasitengruppen werden Infektionen bei Wild- und Haustieren in Europa und Afrika, bei Moskitos und beim Menschen analysiert. Die Nachwuchsforscherinnen und -forscher werden hierzu interdisziplinär in neuesten Technologien auf molekularer, zellulärer und organismischer Ebene ausgebildet. Die Erkenntnisse sollen zu einem besseren Verständnis der ökologischen Grundlagen beitragen und als Basis die Entwicklung von Impfstoffen ermöglichen. Eine der Besonderheiten des Promotionskollegs ist ein Feldkurs im Serengeti Wildlife Research Center in Tansania. Das an der Freien Universität Berlin angesiedelte Doktorandenprogramm umfasst ein Netzwerk aus sechs weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen mit parasitologisch ausgerichteten Arbeitsgruppen: die Charité-Universitätsmedizin Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, das Robert Koch-Institut, das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung sowie das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie und das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung. Die Bündelung des Ausbildungsangebotes stärkt die internationale Sichtbarkeit der Berliner Infektionsforschung.
 

Mit der Auszeichnung als „Einstein Doctoral Programme“ würdigt die Einstein Stiftung Berlin besonders erfolgreiche, strukturierte Programme, die zur Promotion an den Berliner Universitäten und der Charité-Universitätsmedizin Berlin führen. Das Preisgeld soll Promotionsprogrammen neue Spielräume zur Nachwuchsförderung und strukturellen Weiterentwicklung eröffnen. Gleichzeitig soll der Preis auch dazu beitragen, die Attraktivität der Doktorandenausbildung in Berlin international sichtbarer zu machen.

Links

https://www.einsteinfoundation.de/medien/pressemitteilungen/2020/20012020-0120/

Kontakt

Prof. Dr. Frank Mockenhaupt

Komm. Direktor des Instituts für Tropenmedizin und Internationale GesundheitCharité - Universitätsmedizin Berlin

Postadresse:Berlin



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