Forscherin im Labor
Foto: fotolia/ Blend Images
Forscherin im Labor
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Forschung

An der Charité verfolgen zahlreiche Gruppen gemeinsam mit Partnern vielversprechende Forschungsansätze mit dem Ziel, Krankheiten zu bekämpfen und Gesundheit zu verbessern.

Charité Global Health wird die Kompetenzen und Sichtbarkeit der Charité und ihrer Partner im Bereich Global Health stärken, Synergien zwischen Akteuren und Projekten herstellen, die Aktivitäten und deren Förderung systematisch ausbauen und eine Schnittstelle zur Politik darstellen.

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Bereiche

Infektionskrankheiten

Ein Großteil der internationalen Global Health Anstrengungen fließt in die Erforschung von Infektionskrankheiten. Einerseits wurden in diesem Bereich bereits große Fortschritte gemacht, andererseits bleiben Infektionskrankheiten ein großes Problem. Die Prävention und Abwehrbereitschaft gegen Pandemien, aber auch antimikrobielle Resistenzen gehören zu den Prioritäten der Global Health Agenda der Bundesregierung.

Die Charité hat eine lange Tradition in der Infektionsforschung. Klinische und forschungsorientierte Einrichtungen bilden das komplette Spektrum infektiöser Erkrankungen ab, einschließlich eigener Institute für Hygiene, Tropenmedizin, Virologie und Mikrobiologie. Die auf Infektionen, Entzündungen und Immunität spezialisierten Einrichtungen haben sich im Research Center for Infection, Inmlammatation and Immunity RCI³  organisiert und bündeln damit die immunologische Forschung der Charité.

An der Charité werden – gemeinsam mit Partnern in aller Welt - unter anderem Diagnostik, Patientensicherheit und die Verbindungen zwischen menschlicher Gesundheit, Tiergesundheit und der Umwelt („one health“) erforscht und vorangetrieben.

Nicht-infektiöse Erkrankungen

Jedes Jahr sterben 15 Millionen Menschen zwischen 30 und 69 Jahren an den Folgen einer nicht-ansteckenden Erkrankung wie Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen oder Krebs. 80% dieser vorzeitigen Todesfälle betreffen Länder mit niedrigem oder mittlerem Einkommen. Dies verursacht nicht nur menschliches Leid, sondern stellt große Herausforderungen an Gesundheitssysteme weltweit.

Ein großer Teil der Patientinnnen und Patienten der Charité leidet an solchen chronischen Erkrankungen. Die Charité beteiligt sich u.a. an der Nationalen Kohortenstudie NAKO, die helfen soll, die Entstehung von Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-, Gefäß – und Stoffwechselkrankheiten besser zu verstehen und die Vorsorge, Früherkennung und Behandlung in Deutschland zu verbessern.

Internationale Projekte an der Charité im Bereich chronische Erkrankungen beschäftigen sich beispielsweise mit den Auswirkungen des Klimawandels auf chronische Atemwegserkrankungen und mit Möglichkeiten, wie Patientinnen und Patienten durch sorgsame Aufklärung und Gesundheitsbildung aktiv an der Verbesserung der eigenen Gesundheit mitwirken können.

Neuropsychiatrische Erkrankungen

Nach Schätzungen der WHO leiden etwa 20% der Kinder und Heranwachsenden weltweit unter mentalen Erkrankungen oder Problemen. Psychische Probleme und Drogenmissbrauch sind weltweit zudem Hauptursache für Behinderungen. In vielen Teilen der Welt fehlt qualifiziertes Gesundheitspersonal für die Behandlung psychischer Erkrankungen. Dazu kommen Stigmatisierung und Diskriminierung psychisch Kranker.

In der neurologischen Grundlagenforschung und Versorgung ist die Charité einer der sichtbarsten Zentren in Deutschland. Im grundlagenwissenschaftlich orientierten Exzellenzcluster NeuroCure werden übergreifende Pathomechanismen erforscht.

Verschiedene klinisch orientierte neurologische und psychiatrische Einrichtungen beschäftigen sich mit interkulturellen Aspekten der Psychiatrie, der psychischen Gesundheit von Geflüchteten, der psychiatrischen Versorgung in Krisenregionen und den Ländern des globalen Südens sowie den Wechselwirkungen zwischen Urbanisierung und psychischer Gesundheit.

Querschnittsthemen

Neben krankheits- oder organspezifischen Projekten werden an der Charité verschiedene Querschnittsthemen mit Bezug zu Global Health bearbeitet.

So entwickeln Forschende und Ärzte der Charité Konzepte zur Verbesserung der Hygiene und Patientensicherheit in Berlin und weltweit. In Berlin werden u.a. Geflüchtete medizinisch versorgt und neue Versorgungsmodelle für eine globalisierte Welt erforscht. Weiterhin werden die Studierenden der Charité für Global Health Themen sensibilisiert und ausgebildet. An verschiedenen Standorten in Afrika arbeiten Forschende und Ärzte der Charité außerdem mit Partnern an der Verbesserung der Gesundheitsversorgung für Mütter und Neugeborene.

Projekte (Auswahl)

Service für Forschende

Wort "Support" geschrieben mit Scrabble-Steinen
Bild: Pixabay/ Wokandapix
Bild: Pixabay/ Wokandapix

Charité Global Health ist die zentrale Anlaufstelle und Koordinations-, Kommunikations- und Dienstleistungsplattform rund um das Thema Global Health an der Charité. Engagieren Sie sich bereits in Global Health-Projekten oder sind daran interessiert? Benötigen Sie Unterstützung oder haben Interesse an Erfahrungsaustausch? Charité Global Health bietet Forschenden

  • zielgerichtete Information und Beratung zu Fördermitteln im Bereich Global Health
  • Unterstützung bei der Akquise von Fördermitteln, der Projektdurchführung und der (politischen) Kommunikation
  • Veranstaltungen zur Vernetzung der relevanten Personen, Institutionen und Netzwerke innerhalb der Charité, in Berlin, Deutschland und international
  • Organisation von interdisziplinären Fach- und Hintergrundgesprächen
  • Sammlung, Aufbereitung und Verbreitung von Best Practices in Forschung, Lehre und Krankenversorgung

Kontakt

Nora Anton

Head of International Services

Porträt von Nora Anton